Samstag, 31. Juli 2010

Schwimmendes Schilf

Warum nicht die eigene Insel bauen, wenn es sonst keine hat? Das haben sich die Uros wohl auch gedacht. Vor Puno schwimmen ihre Schilf-Inseln Marke "Eigenbau" im Titicaca-See.




Mit dem Booetli geht´s von Puno raus auf die ungewoehnlichen Inseln.


Genau aus diesem Schilf sind die Inseln gebaut. Zuerst wir es getrocknet und dann uebereinandergelegt, bis eine Insel entsteht. Wenn die unterste Schilf-Schicht fault, wird oben eine neue nachgelegt.


Kleines Uro-Maedchen auf dem eigenen Boot. Natuerlich auch aus Schilf gemacht!



In diesen Schilf-Huetten wohnen die Uros. Grosse und kleinere gibt´s davon. Und die neueren haben sogar Solarzellen, damit am Abend der TV in der gute Schilf-Stube flimmert.



Staendchen der Uro-Damen. Das war dann doch etwas zu touristisch fuer uns. Aber Schilf-Inseln gibt es schliesslich nur in Puno anzuschauen...

Montag, 26. Juli 2010

Der Sonne entgegen: Isla del Sol

Vieles gibt es zu entdecken auf dem Eiland knapp einen Kilometer vor der Bolivischen Küste. Der ursprüngliche Name der Insel lautete Titicaca - also wie der See. Die Herkunft des Namens soll auf Aymara-Wörtern beruhen und heisst frei übersetzt Puma-Felsen. Diese Katzen haben wir nicht angetroffen. Dafuer sonst viel schönes!




Hier die Schwesterinsel Isla della Luna mit den Schneebergen der Cordillera Real im Hintergrund. Zu Inkazeiten wurde auf der Insel - der Name sagts schon - der Mond verehrt.


Wer ist hier der Esel? Lasten schleppen tun beide. Aber mein Rucksack ist leider nicht so chic gestreift...

Auf diesem Inka-Weg sind wir von Yumani im Sueden quer ueber die Insel gewandert. Denn im Norden stehen die Ueberreste einer Inka-Siedlung.

Und die ist erstaunlich gut erhalten. Stein auf Stein aufeinander getuermt ohne Zement dazwischen. Das passt und steht nach 500 Jahren immer noch.


Inka-Bogen mit Aussicht. Eines muss man den Inkas lassen, sie haben sich ein schoenes Plätzchen fuer ihre Festung ausgesucht.

Schneeberge zum Zweiten. Wir sind immer noch auf ueber 3800 M.ü.M.

Strand bei Cha'llapampa. Hier soll gemaess der Legende der Sonnengott Inti den ersten Inka Manco Cápac zur Erde gelassen haben. Gutes Plaetzchen finden wir!

Samstag, 24. Juli 2010

Auf den Spuren der Inkas

Die Isla del Sol im Titicacasee ruft: Entlang des Ufers wandern wir von Copacabana 17km und boetlen dann rueber auf die Sonneninsel mitten im See.


Aber zuerst muss ordentlich Staerkung her. Schon Mal so viel Popcorn auf einem Haufen gesehen? Ist uebrigens super fein und die Koerner einiges groesser als zu Hause. Waere DER Kino-Hit.

Nein, wir sind nicht ganz so chic unterwegs wie diese zwei Damen.



Auf dem farbigen Tuch liegen kleine Haerdoepfu zum Trocknen. So koennen sie wesentlich laenger gelagert werden. Der tiefblaue Titicacasee ist uebrigens der hoechste schiffbare See der Welt.


Unterwegs auf einem alten Inka-Weg (ueber Stock und Stein!).


Aussicht entlang des Ufers. Koennte irgendwo am Mittelmeer sein, nicht?


Freundliche Kontaktaufnahme mit Lama. Endete zum Glueck ohne Spuckattacke :)



Und hier ein etwas zameres Exemplar. Lamas sind in Bolivien reine Haustiere. Meistens werden sie als Lasttiere gebraucht. Und manche haben lustige farbige Zoetteli aus Wolle an den Ohren, damit klar ist, welcher Familie sie gehoeren.


Ausblick auf den See durch Eukalyptusbaeume.


Mit einem dieser Booetchen sind wir vom Festland auf die Isla del Sol getuckert. Zum Glueck hatte der See keine grossen Wellen!



Jemand Lust auf Schinken? Bei dieser Aussicht muss er gut sein!

Unterwegs zum See

Raus aus der Stadt - pures Landleben geniessen ist angesagt. Mit dem Bus geht´s von La Paz ins verschlafene Nestlein Copacabana am Titicacasee. Erstaunlich komfortabel ist die Busfahrt - wir haben mit Huehner zwischen den Sitzen gerechnet - aber nichts dergleichen!


Altiplano auf knappen 4000 Meter ueber Meer und im Hintergrund die beeindruckenden Schneeberge.


Unterwegs verkaufen Frauen Snacks - meistens Empanadas mit feiner Fuellung. Diese Dame hier verkauft besonders charmant. Der Giolina-Hut macht´s aus!
Weil Copacabana an Peru grenzt, muessen wir uebers Wasser des Sees schiffen, um auf bolivischem Gebiet zu bleiben. Bus aufs Boot und ruckzuck rueber ans andere Ufer. Reger Faehrbetrieb bei San Pedro...



Et voilà, hier sind wir: Copacabana! Nicht ganz so viel Sandstrand wie der Namesvetter in Brasilien aber trotzdem (oder gerade deswegen?) schoen.


Farbenfrohes Bolivien!

Sonntag, 18. Juli 2010

atemberaubendes La Paz

Drei Tage sind wir schon in La Paz und total fasziniert.

Die Stadt ist riesig, ein unglaubliches Gassengewirr, Huegel rauf und runter, Strassenmaerkte, Kolonialgeschichte, Berge ringsherum und Farben wohin das Auge schaut.

Rush hour... Ob die Werbung "Fair Play" fuer den Sport oder den Verkehr gemeint ist?



Grandioser Rundblick vom Mirador K'illi K'illi. Im Hintergrund, am Rand des Talkessels, klebt El Alto. Der Hoehenunterschied vom Talkessel bis zu El Alto kann ueber 1000 Meter betragen.


Wo ist der Anfang und wo ist das Ende dieser Stadt? Zusammen mit El Alto leben hier mehr als 1,9 Millionen Menschen.



Der maechtige Illimani tront mit 6'439 Metern ueber der Stadt. Er ist der zweithoechste Berg Boliviens und gehoert zur Cordillera Real.



Fuetterung der Raubtiere auf der Plaza Morillon...



Der Freiheitskaempfer Morillon tront auf seiner Plaza im Stadtteil Casco Viejo.



Das Departementsgebaeude an der Plaza Morillon. Die Fahne rechts mit ganz vielen farbigen Vierecken ist die Flagge der Indigenas.


Lustige Verkehrsmittel sind in der bolivianischen Metropole an der Tagesordnung. Hier huebsch in Orange.


Auf dem Hexenmarkt kann allerlei Kurliges gekauft werden. Zum Beispiel Lama-Foeten, die sollen Glueck bringen.



Transport auf Bolivianisch.

Freitag, 16. Juli 2010

quer durchs bolivianische Altiplano

In drei Tagen fahren wir mit dem Jeep von San Pedro de Atacama in Chile ueber die Grenze nach Bolivien. Dabei gehts durch abenteuerliche Canyons, vorbei an aktiven Geysiren und Vulkanen, Lagunen, Wuesten und ueber den spektakulaeren Salar de Uyuni. Und das alles bei Hoehen bis 5920 Meter ueber Meer - da bleibt einem glatt die Puste weg!

Der Kontrollposten zum Nationalpark im bolivianischen Niemandsland.

Die Laguna Colorado mit Eisschicht oben drauf - hier haben wir sogar Flamingos beobachtet. Wer haette das gedacht auf 4270 Meter ueber Meer. Die pinkigen Tierchen haetten wir eher in tropischen Gefielden erwartet. Aber anscheinend gibt es auch eine Anden-Art.

Eisige Angelegenheit. Auch die Nacht im ersten Refugio auf 4260 Meter ueber Meer war cool. Wir haben in allen Kleidern und mit Kappe geschlafen.


Wolken ueber dem Altiplano. Wenn man genau hinguckt, sind ihre Schatten auf der Steinwueste zu sehen.



Auch in Bolivien gibt´s Steinmaennchen! Dieses hier haben wir vor dem Volcan Ollagüe gesehen.

Der versteinerte Baum (Arbol de Piedra) ist aus Lavastein. Wind und Wetter haben ihn so geformt. Und die zwei mumifizierten davor sind wir - auch von Wind und Wetter verformt! :)

Was macht man mit 10 Milliarden Tonnen Salz? Wuerde fuer ziemlich viele Pommes Frites reichen! Oder man koennte jemandem ordentlich die Suppe versalzen. Mit mehr als 10'000 Quadratkilometer ist der Salar de Uyuni der groesste Salzsee der Welt.


Ein Salzteppich soweit das Auge reicht. Die Salzschicht ist so dick, dass der Salar problemlos mit dem Jeep ueberquert werden kann.

Die unwirkliche Salzwueste hat unsere Phantasie angeregt... (oder war es die Hoehe?). Ganz ohne Photoshop!



Salz verleiht Fluegel!

Mitten im Salzsee erhebt sich die Isla de Pescado aus dem nichts. Sie ist mit massenhaft Kakteen bewachsen - einige davon sollen ueber 1000 Jahre alt sein. Pro Jahr wachsen sie anscheinend nur einen Zentimeter.
Unser Freund der Kaktus. Bisschen stachelig, sonst ganz nett.
Road to nowhere...



Ein scheuer Quechua Junge in Colchani. Das Dorf lebt von der Salzproduktion und liegt an der Grenze zum Salar de Uyuni.