Donnerstag, 5. August 2010

Zu Fuss durchs Valle Sagrado

Von Urubamba (ca. 80km von Cusco) aus entdecken wir die Region zu Fuss. Mit "Hühnerbus" und Collectivo gehts Richtung Dörfli Maras. Von Dort aus weiter nach Moray und retour auf Urubamba. Uns gefällts abseits der Touristenmassen!



Aussicht von Unterwegs. Mit Blick auf die Cordillera inkl. Gletscher.



Die Inka-Terrassen von Moray: Hier haben schon die Inkas Mais und Kartoffeln angebaut. Der Höhenunterscheid von der untersten zur obersten Terrasse beträgt 70 Meter. Und jede Terrasse soll anscheinend ein anderes Mikroklima haben...


...darum nennt man die Terrassen von Moray auch "Versuchsanstalt der Inkas". Ein grosses Bauwerk sind sie allemal!


Und damit das ganze noch etwas mystischer wird, fing die Sonne plötzlich an Kapriolen zu machen.



Von Däniken hätte seine wahre Freude an diesem Phänomen gehabt. Uns wars auch ein bizeli mulmig. Vor allem, als dann nebst dem "Sonnenkreis" auch noch ein Regenbogen und "Wolkenkreise" am Himmel auftauchten. Tolles Intermezzo!



Im Dörfli Maras hat es ganz viele uralte Hauseingänge, die auf die Spanische Einwanderung zurückdatieren.


Hartes Esel-Leben auf dem Land...


...und dann die verdiente Pause!

Mittwoch, 4. August 2010

Cuy in Cusco

Vom Altiplano bei Puno bringt uns der Bus auf Cusco. Schreck lass nach, von hier fliegen wir nach Hause! Aber vor dem 6. August bleibt noch genügend Zeit, um die Stadt und Region zu entdecken.


Kathedrale an der Plaza de Armas. Die Spanier haben sie auf den Grundmauern eines Inka-Tempels errichtet.


An der Plaza wimmelt es von kleinen Kafis. Mit etwas Glück haben wir ein Tischli auf einem der Mini-Balköndli ergattert. Zurücklehnen und Leute beobachten - prima!


...über den Dächern von Cusco. Blick aus dem Fenster unseres ersten Hostels (im ganzen waren es drei!)

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Achtung: alle mit Nager-Haustieren lesen auf eigene Verantwortung weiter.
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Vorher: Zwei Cuy (jaja Meersöili!) brutzeln auf den Grill, dazu noch ein paar Alibi-Härdöpfu.


Nachher: Cuy auf dem Teller. Sogar mit Alufolien-Söckli...
Fazit: Gar nicht so übel. Schmeckt wie Hase. PS: Inka Kola darf dazu nicht fehlen!


Abendstimmung über Cusco. Viva el Peru glorioso!

Feste feiern wie sie fallen

Zu feiern gibt es in Peru immer etwas. Je farbiger desto besser. In keinem anderen Land sind wir so vielen feiernden Leuten begegnet - Lebensfreude pur diese Peruaner. Ob das am Inka Cola liegt?

Am 28. Juli feiern die Peruaner Unabhängigkeitstag - hier in Puno am Titicacasee. (@Rita: das sah im Fall fast wie Twirling aus!)


Rausgeputzte Anden-Familie inkl. Baby-Lama und Schäfli. Auch bei der Tracht gilt: je mehr Farben desto besser. Uns gefällts!


Hier wird in Inka-Kleidern getanzt was das Zeug hält. Warum alle Dorfbewohner auf den Beinen sind, haben wir nicht herausgefunden. Als wir reinplatzten hatten schon alle eine Portion Freibier intus... lustig wars!


Voller Tanz-Einsatz vor der Dorfkirche. Der Federhut hat nicht mehr auf dem Kopf gehalten. Kurzerhand unter den Arm klemmen und weiter geht's...

Samstag, 31. Juli 2010

El Condor pasa

Heute geht´s tief runter: bis zu 3000 Meter "ds Loch ab". Und zwar beim Colca Cañon. Der zweittiefste Canyon der Erde. Eindruecklich!


Wir haben grosses Glueck. Die Kondore schrauben sich in die Hoehe. Bis zu drei Meter gross ist ihre Fluegelspannweite. Richtig huebsch sind die Voegel nicht, aber fliegen tun sie wie Koenige!


Bauern kommen zurueck von der Feldarbeit. Hier wird noch von Hand gepfluegt. Ochsen sind da schon die Luxusvariante.


Achtung Vicuña! Auf dem Weg zum Colca Cañon fahren wir durch ein Reservat, wo es von diesen "Wuestenkamelen" nur so wimmelt.


Handarbeit am Colca Cañon. Vielleicht wird die Wolle des Schaeflis spaeter auch zu Kappen verarbeitet?



Inka-Terrassen. Viele davon sind schon mehrere hundert Jahre alt und dienen immer noch dem effizienten Mais- und Kartoffelanbau.

Arequipa: geschüttelt, nicht gerührt

Arequipa - die weisse Stadt - liegt direkt unter dem Vulkan Misti. Ringsherum das trockene Altiplano und Wueste. Nach einer spannenden (aber langen) Busfahrt vorbei an tiefen Canyons und Lagunen mitten im Nichts "landen" wir hier.


Der Misti. Regelmaessig schuettelt er Arequipa und Region durch. Das letzte Mal 2001. Schon die Inkas muessen sich vor ihm gefuerchtet haben: in der Naehe des Kraters wurden Mumien (Opfer an die Goetter) gefunden. Die bekannteste ist "Juanita", die erst 1995 im Eis gefunden wurde und komplett erhalten ist. Sozusagen der Oetzi von Peru. Leider Fotografierverbot. :(


Ausblick von unserer Hostal-Terrasse. Die meisten Haeuser in Arequipa sind aus hellem Vulkanstein gebaut. Darum auch "la ciudad blanca".



Eine Stadt in der Stadt ist das Monasterio Catalina. Frueher ein Kloster fuer Toechter reicher spanischer Familien - heute Freilichtmuseum.



Die Calle Malaga - und wie in Andalusien sieht es hier auch aus!




Und wie viele Boegen findet ihr auf diesem Bild...? :)

Schwimmendes Schilf

Warum nicht die eigene Insel bauen, wenn es sonst keine hat? Das haben sich die Uros wohl auch gedacht. Vor Puno schwimmen ihre Schilf-Inseln Marke "Eigenbau" im Titicaca-See.




Mit dem Booetli geht´s von Puno raus auf die ungewoehnlichen Inseln.


Genau aus diesem Schilf sind die Inseln gebaut. Zuerst wir es getrocknet und dann uebereinandergelegt, bis eine Insel entsteht. Wenn die unterste Schilf-Schicht fault, wird oben eine neue nachgelegt.


Kleines Uro-Maedchen auf dem eigenen Boot. Natuerlich auch aus Schilf gemacht!



In diesen Schilf-Huetten wohnen die Uros. Grosse und kleinere gibt´s davon. Und die neueren haben sogar Solarzellen, damit am Abend der TV in der gute Schilf-Stube flimmert.



Staendchen der Uro-Damen. Das war dann doch etwas zu touristisch fuer uns. Aber Schilf-Inseln gibt es schliesslich nur in Puno anzuschauen...

Montag, 26. Juli 2010

Der Sonne entgegen: Isla del Sol

Vieles gibt es zu entdecken auf dem Eiland knapp einen Kilometer vor der Bolivischen Küste. Der ursprüngliche Name der Insel lautete Titicaca - also wie der See. Die Herkunft des Namens soll auf Aymara-Wörtern beruhen und heisst frei übersetzt Puma-Felsen. Diese Katzen haben wir nicht angetroffen. Dafuer sonst viel schönes!




Hier die Schwesterinsel Isla della Luna mit den Schneebergen der Cordillera Real im Hintergrund. Zu Inkazeiten wurde auf der Insel - der Name sagts schon - der Mond verehrt.


Wer ist hier der Esel? Lasten schleppen tun beide. Aber mein Rucksack ist leider nicht so chic gestreift...

Auf diesem Inka-Weg sind wir von Yumani im Sueden quer ueber die Insel gewandert. Denn im Norden stehen die Ueberreste einer Inka-Siedlung.

Und die ist erstaunlich gut erhalten. Stein auf Stein aufeinander getuermt ohne Zement dazwischen. Das passt und steht nach 500 Jahren immer noch.


Inka-Bogen mit Aussicht. Eines muss man den Inkas lassen, sie haben sich ein schoenes Plätzchen fuer ihre Festung ausgesucht.

Schneeberge zum Zweiten. Wir sind immer noch auf ueber 3800 M.ü.M.

Strand bei Cha'llapampa. Hier soll gemaess der Legende der Sonnengott Inti den ersten Inka Manco Cápac zur Erde gelassen haben. Gutes Plaetzchen finden wir!