Mittwoch, 4. August 2010

Feste feiern wie sie fallen

Zu feiern gibt es in Peru immer etwas. Je farbiger desto besser. In keinem anderen Land sind wir so vielen feiernden Leuten begegnet - Lebensfreude pur diese Peruaner. Ob das am Inka Cola liegt?

Am 28. Juli feiern die Peruaner Unabhängigkeitstag - hier in Puno am Titicacasee. (@Rita: das sah im Fall fast wie Twirling aus!)


Rausgeputzte Anden-Familie inkl. Baby-Lama und Schäfli. Auch bei der Tracht gilt: je mehr Farben desto besser. Uns gefällts!


Hier wird in Inka-Kleidern getanzt was das Zeug hält. Warum alle Dorfbewohner auf den Beinen sind, haben wir nicht herausgefunden. Als wir reinplatzten hatten schon alle eine Portion Freibier intus... lustig wars!


Voller Tanz-Einsatz vor der Dorfkirche. Der Federhut hat nicht mehr auf dem Kopf gehalten. Kurzerhand unter den Arm klemmen und weiter geht's...

Samstag, 31. Juli 2010

El Condor pasa

Heute geht´s tief runter: bis zu 3000 Meter "ds Loch ab". Und zwar beim Colca Cañon. Der zweittiefste Canyon der Erde. Eindruecklich!


Wir haben grosses Glueck. Die Kondore schrauben sich in die Hoehe. Bis zu drei Meter gross ist ihre Fluegelspannweite. Richtig huebsch sind die Voegel nicht, aber fliegen tun sie wie Koenige!


Bauern kommen zurueck von der Feldarbeit. Hier wird noch von Hand gepfluegt. Ochsen sind da schon die Luxusvariante.


Achtung Vicuña! Auf dem Weg zum Colca Cañon fahren wir durch ein Reservat, wo es von diesen "Wuestenkamelen" nur so wimmelt.


Handarbeit am Colca Cañon. Vielleicht wird die Wolle des Schaeflis spaeter auch zu Kappen verarbeitet?



Inka-Terrassen. Viele davon sind schon mehrere hundert Jahre alt und dienen immer noch dem effizienten Mais- und Kartoffelanbau.

Arequipa: geschüttelt, nicht gerührt

Arequipa - die weisse Stadt - liegt direkt unter dem Vulkan Misti. Ringsherum das trockene Altiplano und Wueste. Nach einer spannenden (aber langen) Busfahrt vorbei an tiefen Canyons und Lagunen mitten im Nichts "landen" wir hier.


Der Misti. Regelmaessig schuettelt er Arequipa und Region durch. Das letzte Mal 2001. Schon die Inkas muessen sich vor ihm gefuerchtet haben: in der Naehe des Kraters wurden Mumien (Opfer an die Goetter) gefunden. Die bekannteste ist "Juanita", die erst 1995 im Eis gefunden wurde und komplett erhalten ist. Sozusagen der Oetzi von Peru. Leider Fotografierverbot. :(


Ausblick von unserer Hostal-Terrasse. Die meisten Haeuser in Arequipa sind aus hellem Vulkanstein gebaut. Darum auch "la ciudad blanca".



Eine Stadt in der Stadt ist das Monasterio Catalina. Frueher ein Kloster fuer Toechter reicher spanischer Familien - heute Freilichtmuseum.



Die Calle Malaga - und wie in Andalusien sieht es hier auch aus!




Und wie viele Boegen findet ihr auf diesem Bild...? :)

Schwimmendes Schilf

Warum nicht die eigene Insel bauen, wenn es sonst keine hat? Das haben sich die Uros wohl auch gedacht. Vor Puno schwimmen ihre Schilf-Inseln Marke "Eigenbau" im Titicaca-See.




Mit dem Booetli geht´s von Puno raus auf die ungewoehnlichen Inseln.


Genau aus diesem Schilf sind die Inseln gebaut. Zuerst wir es getrocknet und dann uebereinandergelegt, bis eine Insel entsteht. Wenn die unterste Schilf-Schicht fault, wird oben eine neue nachgelegt.


Kleines Uro-Maedchen auf dem eigenen Boot. Natuerlich auch aus Schilf gemacht!



In diesen Schilf-Huetten wohnen die Uros. Grosse und kleinere gibt´s davon. Und die neueren haben sogar Solarzellen, damit am Abend der TV in der gute Schilf-Stube flimmert.



Staendchen der Uro-Damen. Das war dann doch etwas zu touristisch fuer uns. Aber Schilf-Inseln gibt es schliesslich nur in Puno anzuschauen...

Montag, 26. Juli 2010

Der Sonne entgegen: Isla del Sol

Vieles gibt es zu entdecken auf dem Eiland knapp einen Kilometer vor der Bolivischen Küste. Der ursprüngliche Name der Insel lautete Titicaca - also wie der See. Die Herkunft des Namens soll auf Aymara-Wörtern beruhen und heisst frei übersetzt Puma-Felsen. Diese Katzen haben wir nicht angetroffen. Dafuer sonst viel schönes!




Hier die Schwesterinsel Isla della Luna mit den Schneebergen der Cordillera Real im Hintergrund. Zu Inkazeiten wurde auf der Insel - der Name sagts schon - der Mond verehrt.


Wer ist hier der Esel? Lasten schleppen tun beide. Aber mein Rucksack ist leider nicht so chic gestreift...

Auf diesem Inka-Weg sind wir von Yumani im Sueden quer ueber die Insel gewandert. Denn im Norden stehen die Ueberreste einer Inka-Siedlung.

Und die ist erstaunlich gut erhalten. Stein auf Stein aufeinander getuermt ohne Zement dazwischen. Das passt und steht nach 500 Jahren immer noch.


Inka-Bogen mit Aussicht. Eines muss man den Inkas lassen, sie haben sich ein schoenes Plätzchen fuer ihre Festung ausgesucht.

Schneeberge zum Zweiten. Wir sind immer noch auf ueber 3800 M.ü.M.

Strand bei Cha'llapampa. Hier soll gemaess der Legende der Sonnengott Inti den ersten Inka Manco Cápac zur Erde gelassen haben. Gutes Plaetzchen finden wir!

Samstag, 24. Juli 2010

Auf den Spuren der Inkas

Die Isla del Sol im Titicacasee ruft: Entlang des Ufers wandern wir von Copacabana 17km und boetlen dann rueber auf die Sonneninsel mitten im See.


Aber zuerst muss ordentlich Staerkung her. Schon Mal so viel Popcorn auf einem Haufen gesehen? Ist uebrigens super fein und die Koerner einiges groesser als zu Hause. Waere DER Kino-Hit.

Nein, wir sind nicht ganz so chic unterwegs wie diese zwei Damen.



Auf dem farbigen Tuch liegen kleine Haerdoepfu zum Trocknen. So koennen sie wesentlich laenger gelagert werden. Der tiefblaue Titicacasee ist uebrigens der hoechste schiffbare See der Welt.


Unterwegs auf einem alten Inka-Weg (ueber Stock und Stein!).


Aussicht entlang des Ufers. Koennte irgendwo am Mittelmeer sein, nicht?


Freundliche Kontaktaufnahme mit Lama. Endete zum Glueck ohne Spuckattacke :)



Und hier ein etwas zameres Exemplar. Lamas sind in Bolivien reine Haustiere. Meistens werden sie als Lasttiere gebraucht. Und manche haben lustige farbige Zoetteli aus Wolle an den Ohren, damit klar ist, welcher Familie sie gehoeren.


Ausblick auf den See durch Eukalyptusbaeume.


Mit einem dieser Booetchen sind wir vom Festland auf die Isla del Sol getuckert. Zum Glueck hatte der See keine grossen Wellen!



Jemand Lust auf Schinken? Bei dieser Aussicht muss er gut sein!

Unterwegs zum See

Raus aus der Stadt - pures Landleben geniessen ist angesagt. Mit dem Bus geht´s von La Paz ins verschlafene Nestlein Copacabana am Titicacasee. Erstaunlich komfortabel ist die Busfahrt - wir haben mit Huehner zwischen den Sitzen gerechnet - aber nichts dergleichen!


Altiplano auf knappen 4000 Meter ueber Meer und im Hintergrund die beeindruckenden Schneeberge.


Unterwegs verkaufen Frauen Snacks - meistens Empanadas mit feiner Fuellung. Diese Dame hier verkauft besonders charmant. Der Giolina-Hut macht´s aus!
Weil Copacabana an Peru grenzt, muessen wir uebers Wasser des Sees schiffen, um auf bolivischem Gebiet zu bleiben. Bus aufs Boot und ruckzuck rueber ans andere Ufer. Reger Faehrbetrieb bei San Pedro...



Et voilà, hier sind wir: Copacabana! Nicht ganz so viel Sandstrand wie der Namesvetter in Brasilien aber trotzdem (oder gerade deswegen?) schoen.


Farbenfrohes Bolivien!